
geschichte der panoramafotografie
während kaiser und könige sich schon zu früheren
zeiten gerne panoramen von jagd- oder kriegsszenen anfertigen ließen,
fand das panorama als kunstform erst im 19. jahrhundert größere
verbreitung. es ist zeugnis der mediengeschichte jener epoche, eine
optische sensation aus einer Zeit, als es noch kein kino gab.
das wort setzt sich aus dem griechischen begriffen pan (=alles)
und horama (=sehen) zusammen. der ire robert baker meldete mit diesem
begriff 1787 in london einen speziellen optischen apparat zur patentierung
an.
die panoramadarstellung wurde im 19. jahrhundert zuerst von malern
umgesetzt. sie brachten überdimensionale gemälde in rotunden
an, in deren raummitte sich der betrachter drehen konnte. stefan
oettermann schuf das "gemälde ohne grenzen": eine aneinanderreihung
von bildern, die dem betrachter eine populäre ansicht einer
landschaft als reales panorama vorgaukelte. die erste rotunde als
festes gebäude wurde im leicesterpark in london errichtet.
joseph puchberger aus retz in niederösterreich ließ
1843 ein manuell gesteuertes schwingobjektiv patentieren, bei dem
er gebogene daguerreotype-platten von 19 bis 24 inch länge
verwendete. mit seiner kamera mit einem objektiv mit 8 inch brennweite
konnte er 150° panoramafotos anfertigen.
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